HEILGE RÄUME IN WIEN

Heilige Räume können sich überall eröffnen. In der Natur. In der Begegnung mit einem Menschen. Vor allem aber in Kirchen. Immer sind es Räume, die ermöglichen, dass man sich nach innen wenden kann; dass man in Berührung kommt mit der eigenen spirituellen Quelle.

AURA DES HEILIGEN

Seit ihren Anfängen bis zum heutigen Tag faszinieren uns die sakralen Stätten in den Metropolen und Ländern der Welt mit ihrer Aura des Heiligen. Wie schon in der frühchristlichen Antike laden sie uns zu Besinnung, Meditation und innerer Ruhe ein. Kirchen sind Bauwerke, die den Glauben ihrer Zeit greifbar und sichtlich machen. Die Vielfalt an heiligen Räume in Wien ist einzigartig, sowohl in kultureller als auch in historischer und vor allem in architektonischer Hinsicht. Der Stilwandel über die Jahrhunderte hinweg und die ethnische Vielfalt, die sich in Wien entwickeln konnte, hat der Stadt eine Mannigfaltigkeit im Kirchenbau beschert, die ihresgleichen sucht.

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

Tempel und Kathedralen, Gebetshäuser und Moscheen: die Religionen kennen sakrale Räume und Orte. Dahinter steht die Vorstellung, an diesen Orten treffen Himmel und Erde zusammen, hier begegnen die Menschen dem Heiligen und der Gottheit. Das Langzeitprojekt „Heilige Räume – Ort der Stille und Kraft“ zeigt auf grossflächigen Arbeiten ausgewählte Kirchenräume in Wien. Nicht nur die bekannten, sakralen Bauwerke, wie der Stephansdom oder die Karlskirche, auch Kleinode wie die Rodauner Bergkirche werden mit der gleichen Hingabe und Aufmerksamkeit abgebildet wie die berühmten großen Schwestern.

ANNÄHERUNG AN DIE ESSENZ

Mit meinem ersten Bild von der Breitenfelder Kirche begann für mich eine spirituelle Reise, die mich in den nächsten Jahren in 425 heilige Räume von Wien führen wird. Im Zentrum des Projektes steht die Wahrnehmung des heiligen Raumes, das Aufspüren des Wesentlichen, die fotografische Annäherung an die Essenz. Festgehalten jeweils in einem einzigen Bild. Im Zentrum des jeweiligen Bildes steht der Blick auf das Allerheiligste – dem Tabernakel und den Altar. Durch die zentralperspektivische Sicht wird der Blick des Betrachters auf das Wesentliche konzentriert und er kann sich auf diese Weise in die Gesamtansicht des Kirchenraumes vertiefen.

ORTE DER RUHE UND KRAFT

Es gibt Orte, an denen „der Himmel die Erde berührt“. Manche sind natürlicher Art, andere wurden von Menschen geschaffen. Heilige Räume lassen uns innehalten, laden ein zu Besinnung und Meditation und lösen Alltägliches auf in einer spirituellen Überwelt.

Fotodokumentation (Auswahl)

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