WIEN.13

Der Blick vom Roten Berg im 13. Wiener Gemeindebezirk zählt zu den schönsten und spektakulärsten Panoramen der Stadt. 13 mal 13 Monate lang rückt dieser besondere Wienblick in den Fokus der Fotostudie WIEN.13. Dabei entstehen im Laufe der Jahreszeiten – unverfälscht und ungeschönt – einzigartige Momentaufnahmen von Wien. Im Fokus von WIEN.13 steht der Augenblick, der exakt getimte Moment der Aufnahme, der – bei vorgegebener Blende 13 – am jeweils 13. Tag des Monats um exakt 13 Uhr vom gleichen Standort aus erfolgt. Eine fotografische Gratwanderung, bei der ein Mix von Perfektion, Kunstfertigkeit und Zufall Regie führt.

Die Fotostudie ist auf 13 Jahre begrenzt. Projektbeginn war der 13. Jänner 2012. Anvisiertes Projektende ist somit der 13. Februar 2025. Jede Aufnahme ist ein Unikat, fernab jeder Postkartenromantik und verschönernder Retusche. Was abgebildet wird, ist echt und real, wirkt nüchtern und unverfälscht. Ein fotografisches Dokument einer, sich im Laufe der Jahre verändernde Symbiose von Großstadt und Natur. Alle Bilder können in unterschiedlichen Formaten ausbelichtet und käuflich erworben werden.

 

AKTUELLES BILD – 13. Jänner 2017

 

Freitag, 13. Jänner 2017, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr


MIT SLAPSTICK AUF DER KRIECHSPUR.

Fast wäre ich heute an meinem sechsundfünfzigsten WIEN.13-Einstatz zu spät gekommen. Das liegt aber nicht an mangelnder Disziplin oder eines schlechten Zeitmanagements, sondern an einem durchaus seltenen Wetterphänomen namens „Blitzeis“. Nur gut, dass mich beim „Aufstieg“ keiner gesehen hat. Denn die mühsame Art der Fortbewegung durch teilweise gefrorenen Schnee führte zu ungewollten, slapstickartigen Gleichgewichtsverlagerungen mit anschließenden, teilweise ausufernden Rutschpartien. Endlich „oben angekommen“ traute ich zuerst meinen Augen nicht. Völlig unerwartet traf ich auf menschliche Existenz. Doch die illustre Damenrunde ließ sich weder von meiner Erscheinung noch von meinem Vorhaben irritieren und so wurde mein beschwerlicher Aufstieg mit einem sehenswerten Gipfelfoto belohnt.

 

STAFFELÜBERSICHT

 

BILDER DER 1. STAFFEL – 2012/2013

1. STAFFEL – BILD 01

ALLEIN IM HIER UND JETZT.

Stille und eine wohlige Ruhe begleiten mich beim Projektstart am Roten Berg. Das es ein besonderer Tag werden würde, stand für mich bereits im Vorfeld fest. Wie fühlt es sich aber an, exakt um 13 Uhr auf den Auslöser zu drücken? Ich spüre, dass am heutigen 13. Jänner etwas außergewöhnliches in der Luft liegt. Es riecht nach Schnee. Noch ist nichts zu sehen. Aber die Wolken werden dichter, das Licht wechselt mit jeder Minute. Mit Spannung erfolgt der Moment der Aufnahme. Ich genieße die Ruhe, schließe kurz meine Augen und nehme den Ort in meinem Inneren wahr, visualisiere den Moment im Hier und Jetzt. Ich packe meine Sachen und ziehe heimwärts. Es beginnt zu schneien. Zum ersten Mal in diesem Winter. Welch herrliches Gefühl…

 

Freitag, 13. Jänner 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 02

ÜBER DEN DÄCHERN DER STADT.

Eisige Kälte und die Vorfreude auf mein zweites Wien.13-Bild begleiten mich auf den Roten Berg. Gut, dass ich mir ein wenig die Zeit eingeteilt habe, denn der rote Markierungspunkt liegt unter einer knapp 10 Zentimeter dicken Schneeschicht. Nach erfolgreicher Suche kommt der technisch anspruchsvolle Teil: Stativ aufbauen und den exakten Bildausschnitt einrichten. So, alles erledigt. Nur noch die Blendenzahl auf 13 stellen und 10 Minuten auf den Moment des Auslösens warten. Auch heute ist alles ruhig. Kein Mensch weit und breit. Und dann, um Punkt 13 Uhr, erhellt ein zarter Sonnenstrahl eine Häuserzeile im fernen Penzing. Was für eine Stimmung…

 

Montag, 13. Februar 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 03

VORFREUDE AUF DEN FRÜHLING.

Obwohl es heute in Wien stark bewökt ist, kommt diesem Tag eine besondere Bedeutung zu. Er steht für eine meterologische Wende. Ab morgen wird der Himmel strahlend blau sein, mit Temperaturen über 20 Grad. Zum Zeitpunkt der Aufnahme meines dritten Wien13.-Bildes kann man den Wetterumschwung bereits erahnen. Das Licht ist zart violett-blau und „seidenweich“. Das Stadtpanorama wird somit gleichmäßig und schattenarm ausleuchtet. Auch heute ist keine Menschenseele zu sehen. Und doch ich bin nicht allein. Der Frühlingsgesang der Vögel ist allgegenwärtig und hallt weit über die fernen Dächer der Stadt.

 

Dienstag, 13. März 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 04

FRÜHLINGSERWACHEN.

Das Warten hat sich gelohnt, denn an meinem vierten Projekttag gab es nicht nur den erhofften Sonnenschein sondern auch jede Menge Bewegung im Bild. Kinder, Hunde und SpaziergängerInnen nutzten die Gunst der Stunde und bevökerten den „Gipfel“ des Roten Berges zur Prime Time. Und so kam es, dass exakt um 13 Uhr nicht weniger als fünf Personen und zwei Hunde mein Sichtfeld kreuzten und Teil einer spannenden Bildkomposition wurden. Wer gehört zu wem, was erzählt sich das Paar auf der Bank und wie wird der Deutsche Pinscher auf den herannahenden Schoßhund reagieren? Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1.000 Worte…

 

Freitag, 13. April 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 05

KEIN TAG WIE JEDER ANDERE.

Wenn der Zufall Regie führt! Das Projekt hat an seinem 5. Tag eine dramaturgische Wende erfahren. Genau vor einem Monat, zur selben Zeit, saß der gleiche Mann auf der Bank. Auch diesmal begleitet von seinem treuen Pinscher. Dieser ist zwar diesmal nicht im Bild, dafür aber ein weiterer Gesprächspartner sowie ein junges Mädchen – voraussichtlich die Tochter des mysteriösen Mannes. Auch die Sitzbank wurde im Laufe eines Monats um gut drei Meter nach links „versetzt“, es tut sich also einiges am Roten Berg. Man darf somit gespannt sein, ob der Zufall in den Sommermonaten für weitere Überraschungsmomente sorgt.

 

Sonntag, 13. Mai 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 06

DOPPELT HÄLT BESSER.

Kalt, windig und keine Spur von sommerlichen Temperaturen. Am 6. Projekttag gibt es keine besondere Geschichten zu erzählen. Zumindest was die üblichen verdächtigen Protagonisten anbelangt. Dafür zeigt sich ein schön ausgeleuchtetes Stadtpanorama. Die ruhige Stimmung trügt, denn der Wind treibt auch ein paar Regentropfen vor sich her und lässt mein Stativ gefährlich schwanken. Erst jetzt bemerke ich, dass eine zweite Sitzbank mein gewohntes Sichtfeld irritiert. Ein Stillleben der besonderen Art. Man darf also weiter gespannt sein.

 

Mittwoch, 13. Juni 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 07

IN BILD VON TRAURIGKEIT.

Wo ist sie nur, wo? Und das an einem 13. – an einem Freitag noch dazu. Meine geliebte Bank ist entwendet worden, wenn nicht sogar gestohlen! Ich rufe hiermit alle ehrlichen Finder auf, die Sitzbank wieder an ihren gewohnten Platz zu stellen. Wo kommen wir denn da hin, wenn sich jeder eine öffentliche Sitzgarnitur einverleibt, noch dazu eine in bester Lage! Vor lauter Aufregung habe ich fast vergessen auf den Auslöser zu drücken. Das Ergebnis sieht diesmal dementsprechend traurig aus: keine Bank, keine Menschen, nicht einmal ein Hund. Und das Wetter: nach zwöf Tropentragen jenseits der 30 Grad, nichts als Regen. Das freut zwar die Natur. Mich aber lässt der Rote Berg heute buchstäblich im Regen stehen.

 

Freitag, 13. Juli 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 08

IM ZEICHEN DER LIEBE.

Was für ein Moment! An meinem 8. Projekttag umarmt sich eine romantisch und sichtlich spontan veranlagte Frau mit ihrem Lover just in dem Moment, wo ich auf den Auslöser drücke. Der Szenerie mutet dermaßen inszeniert an, dass sie im Rahmen dieses Projektes beinahe surreal wirkt. Aber der Moment im Hier und Jetzt schreibt seine eigenen Geschichten. Alles ist vorbereitet für ein Picknick in trauter Zweisamkeit. Der Korb im Gras lässt dies vermuten. Aus Rücksicht auf das junge – und vielleicht heimliche – Glück, verzichte ich diesmal auf ein Stativ und bleibe somit unbemerkt im Hintergrund…

 

Montag, 13. August 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 09

DIE RUHE VOR DEM STURM.

Und wieder einmal steht die 13 für eine meterologische Wende. Mit dem heutigen Tag hat sich der Sommer wohl endgültig aus der Stadt verabschiedet. Die mächtige Wolkenbank läßt nichts Gutes erahnen. Ist sie ein Vorbote für einen dauerhaften Wetterumschwung? Stehen die Zeichen auf Sturm? Der Rote Berg, in den letzten Wochen ein begehrter Sommerhotspot, wirkt an meinem neunten Projekttag wie im Dornröschenschlaf mit atemberaubenem Fernblick. Ich nutze die Gelegenheit für eine stille Meditation und ziehe gedankenverloren – und von einer Windböe getragen – von dannen.

 

Donnerstag, 13. September 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 10

DEM HIMMEL SEI DANK.

An meinem zehnten Projekttag gibt es ihn endlich, den blau-strahlenden Himmel. Und das Stadtpanorama kann sich heute wahrlich sehen lassen, alles scheint zum Greifen nah. Um mich wimmelt es von freudigen Menschen und vergnügt spieldenden Kindern. Auch Hunde lassen ihrem Temparament, mitunter getrieben von einem dringenden Bedürfnis, freien Lauf. Es grenzt an ein Wunder, dass mir kein Vierbeiner vor die Linse läuft. Nur ein mysteriöser Mann mit Hut entschwindet im Moment des Auslösens an der steil abfallenden Nordostflanke und zeugt vom regen Treiben am Roten Berg. Und die Bank? Die ist zwar vorhanden, steht aber heute im Abseits. So weit, so gut.

 

Samstag, 13. Oktober 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 11

AUF DEN HUND GEKOMMEN.

Jetzt hab ich ihn. Den eindeutigen Beweis dafür, dass der Rote Berg mehr und mehr von Hunden „eingenommen“ wird. Nicht das ich gegen unsere lieben Vierbeiner was hätte. Aber es ist schon erstaunlich, wie sich ein ehemaliges Läufer- und Mountainbike-Eldorado in Wiens größte Freilaufwiese für Jagd- und Wiesenhunde aller Art verwandeln konnte. Das spiegelt auch das „Kräfteverhältnis“ bei meinem heutigen Lokalaugenschein wieder, das klar zuungunsten sportlicher Zweibeiner ausfällt. Da ist nämlich weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Ob das am Wetter liegt? Oder an der Tatsache, dass es sich um einen ganz gewöhnlichen Arbeitstag handelt…

 

Dienstag, 13. November 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 12

VORFREUDE AUF WEISSE WEIHNACHTEN.

Mit einem wunderschönen Stadtpanorama bei glasklarer Luft und blauem Himmel verabschiedet sich das wien.13-Projekt ins Neue Jahr. Ein perfektes Bild um den jungen Mann auf der Bank und all jenen, die das Projekt verfolgen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch zu wünschen. Auch für mich neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende entgegen, mit erfreulichen Aussichten: Nur noch ein Bild trennen mich vom Projektende. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja die eine oder andere fotografische Zugabe…

 

Donnerstag, 13. Dezember 2012, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

1. STAFFEL – BILD 13

WEHLEID WIE IM LEBEN.

Das finale Bild meines einjährigen Projektes reflekiert sehr gut meinen inneren Zustand. Ein wenig Melancholie, durchsetzt mit einer Brise Wehleid und einem getrübtem Sichtfeld, dass eine differenzierte Wahrnehmung nicht zulässt. Wie sehr habe ich mir einen klaren Himmel gewünscht. Einen krönenden Abschluss mit einem atemberaubenden Fernblick herbeigesehnt. Noch schöner, noch klarer als bei Bild 12. Doch heute, am Tag der Tage, zum letzten Abdruck hin, erscheint das Vertraute grau, fern und kalt. Aber der Rund-um-Blick geht mir dennoch tief unter die Haut. Es ist wie im Leben. Die Sehnsucht nach dem Jetzt offenbart sich im Moment. In der steten inneren Momentaufnahme des nicht Vorhersehbaren. Diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt, dass mich an 13 Tagen um jeweils 13 Uhr hierher, auf die Anhöhe des Roten Berges im 13. Wiener Gemeindebezirk geführt hat. Und heute, am letzten Tag meiner fotografischen Studie, hat sich mein Blick für das Wesentliche geschärft, bestehend aus 13 Einzelteilen die sich im Laufe eines Jahres zu einem Gesamtbild zusammengefügt haben. Es ist vollbracht. Ich ziehe heimwärts und bin glücklich es geschafft zu haben, wohlwissend: auch der morgige Tag wird sein. Einmal oder vor langer Zeit.

 

Sonntag, 13. Jänner 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

 

BILDER DER 2. STAFFEL – 2013/2014

2. STAFFEL – BILD 01 (14)

WEICHGEZEICHNET WIE EIN GEMÄLDE.

Tief winterlich – und in stimmungsvolles Licht getaucht – präsentiert sich der Blick auf Wien im Teil II meiner fotografischen Langzeitsudie. Dieses Projekt ist mir so ans Herz gewachsen, dass ich beschlossen habe, nochmals 13 Überraschungsmomente in Wort und Bild folgen zu lassen. Obwohl ich heute ganz alleine am Gipfel des Roten Berges auf das Auslösen zuwarte, sind von der Ferne Kirchenglocken zu hören. Sie läuten einen besonderen Tag ein, feria quarta cinerum genannt – den Beginn der christlichen Fastenzeit. Der Moment der Aufnahme hat somit etwas intimes, stilles. Das Bild selbst wirkt weichgezeichnet und auf das Wesentliche ausreduziert…

 

Mittwoch, 13. Februar 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 02 (15)

ALLES BEIM ALTEN.

Natürlich freut es mich, dass die Sitzbank wieder den Weg auf den Gipfel des Roten Berges gefunden hat. Soweit so gut. Doch die Beschädigungen an der Unterseite sind offensichtlich. Auch der Sonnenstrahl der im Moment der Aufnahme das Stadtpanorama – zart aber doch – ausleuchtet ist trügerisch. So lassen vom Westen hereinziehende Wolken noch keine richtigen Frühlingsgefühle aufkommen. Auch sonst: absolute Ruhe. Weder Mensch, Hund noch Katz zu sehen. Geschweige denn zu zu spüren. Was bleibt ist der stille Moment im hier und jetzt. Und der fühlt sich schon mal gut an.

 

Mittwoch, 13. März 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 03 (16)

WAHRE FRÜHLINGSGEFÜHLE.

Wenn im Frühling die Natur erwacht, wirkt das wie Doping fürs Gemüt. Wem wunderts also, dass sich an diesem atemberaubenden Tag so manches Liebespaar ins Freie begibt, um seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. So war es diesmal ein Leichtes, ein verliebtes Pärchen zur vorgegebener Stunde mit der Kamera einzufangen. Die malerische Kulisse wirkt beinahe kitschig und aufgesetzt. Aber alles ist echt und unverfälscht. Ein Mastershot im Rahmen des Langzeitprojektes somit gewiss. Und die Vorfreude auf kommende Attraktionen bleibt ungebrochen…

 

Samstag, 13. April 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 04 (17)

AUF DEN LETZEN ABDRUCK.

Heute wurde es erstmals richtig eng. Zeitlich gesehen. Bisher konnte ich mir die exquisite Mittagsstunde, die ich für meine Langzeitstudie benötige, immer gut einteilen. Aber diesmal musste ich gehörig improvisieren. Mit vereinten Kräften und viel Glück habe ich es gerade noch geschafft. Umso wertvoller erscheint mir das erzielte Ergebnis. Denn das Projekt stand heute vor dem endgültigen Aus. Ich genieße die Aussicht. Bin beeindruckt von der Stille und der besonderen Atmosphäre. Dieser Ort zieht mich mehr und mehr in seinen Bann. Nicht auszudenken, wäre ich heute nur eine Minute zuspät gekommen…

 

Montag, 13. Mai 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 05 (18)

NACH DER GROSSEN FLUT.

Das Grün der Wiesen ist heute anders. Es ist intensiver und saftiger denn je. Man kann sich gar nicht daran satt sehen. Das Blau des Himmels verstärkt diesen Schaugenuss noch. Die üppige Naturlandschaft ist das Resultat eines knapp zwei wöchigen Dauerregens, der zu einer der größten Flutkatastrophen in weiten Teilen Mitteleuropas führte. Hier, auf den Anhöhen des roten Berges ergossen sich die nicht mehr enden wollenden Wassermassen in Wiesen und Felder. Noch heute, knapp eine Woche nach der großen Flut, sind die Spuren sichtbar. Die Schönheit des heutigen Panoramas hat somit einen immensen Preis…

 

Donnerstag, 13. Juni 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 06 – MISSING

Samstag, 13. Juli 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 07 (19)

GEGLÜCKTES COMEBACK.

Siebzehn Bilder in Folge und dann passiert das, was einmal kommen musste. Urlaub. Fernab des Roten Berges. Keine Möglichkeit jemanden kurzfristig in das Projekt einzuweihen. Lange habe ich gehadert und überlegt ob ich das Projekt abbrechen sollte. Schließlich fehlt ein Stück des Ganzen – vielleicht „das“ entscheidende Bild meiner Langzeitstudie. Aber dann kam mir die Idee, das Projekt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Nicht das einzelne Bild steht im Fokus. Monat für Monat. Nein, es ist die Gesamtwirkung und Interaktion von Mensch und Natur über die Jahreszeiten hinweg. Und somit ist das heutige Bild ein eindrucksvoller Neubeginn im Rahmen von Wien.13.

 

Dienstag, 13. August 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 08 (20)

EIN STILLER MOMENT.

Regen reinigt. Regen befreit. Regen lässt Neues entstehen. Er wäscht die Erde und symbolsich auch uns Menschen. Seine Seele. Sein selbst. Ein intimer Moment, der mich heute an meinem zwanzigsten Projekttag in Versuchung bringt, Vergangenes am Roten Berg „loszulassen“ und den Fokus auf das „Hier“ und „Jetzt“ zu richten. Eine meditative Stunde im Regen. Und doch bin ich nicht alleine und teile diesen ganz besonderen, stillen Moment mit einer mir unbekannten Person. Gemeinsam richten wir unsere Gedanken neu aus. Und sind für einen kleinen Augenblick miteinander verbunden.

 

Freitag, 13. September 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 09 (21)

EIN SONNTAG AUF DEM LANDE.

Quasi mit Fahrrad, Kind und Kegel ging es an diesem prachtvollen Herbsttag hinaus ins Freie. Und so kam es, dass der Rote Berg an meinem einundzwanzigsten Projekttag von Stadt- und Landmenschen regelrecht „gestürmt“ wurde. Auch ich genieße die warme Herbstsonne, die nach den letzten sehr kalten Tagen wahrlich gut tut. Die heutige Jubiläumsausgabe widme ich allen Protagonisten, die dieses Projekt bereichern und immer wieder neu beleben. Sie sind es, die für den Bruchteil einer Sekunde mein exakt definiertes Suchfeld queren und Akteure eines kleines Schauspiels werden. Ihre im Bild festgehaltenen Gesten erzählen mitunter spannende Geschichten…

 

Sonntag, 13. Oktober 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 10 (22)

ZEIT DES INNEHALTENS.

Fernab des lärmenden Stadtzentrums strahlt der Rote Berg heute eine tiefe, innere Ruhe aus. Man spürt die besondere Stimmung nahezu köperlich. Eine neue Form von Leichtigkeit stellt sich ein. Gedanken ordnen sich und ein Gefühl der Dankbarkeit macht sich breit. Ich genieße es, alleine zu sein um diesen Moment der Stille für mich aufzusaugen und die zarten Strahlen der Novembersonne auszukosten. Wohlwissend, dass ich bald wieder in den Alltag eintauchen werde.

 

Mittwoch, 13. November 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 11 (23)

ES IST SCHON WIEDER PASSIERT.

Statistisch gesehen hat jedes Jahr mindesten einen und höchstens drei Freitage, die auf einen Dreizehnten fallen. Meine eigene Wien.13-Statistik zeigt auch, dass die Wahrscheinlichkeit, mindesten eine Person um Punkt 13 vor die Linse zu bekommen, relativ hoch ist. Das belegt vor allem jener Freitag, der 13. im April 2012, als sage und schreibe fünf Personen und zwei Hunde mein Sichtfeld querten. Die Vorzeichen konnten für heute nicht besser stehen. Und tatsächlich ist es dann auch schon wieder passiert. Perfekt getimet. Im Zusammenspiel mit einer zart beglänzten Stadtkulisse, kann sich die heutige Komposition durchaus sehen lassen…

 

Freitag, 13. Dezember 2013, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 12 (24)

FRÜHLING IM WINTER.

Ein strahlend blauer Himmel und Temperaturen um die 10 Grad, dazu saftig grüne Wiesen, durchmischt mit Schneeglöckchen und Gänseblümchen. Wüsste man es selbst nicht besser und würde es der Blick auf den Kalender nicht zeigen – man könnte meinen, die Stadt bereitet sich auf die Schanigartensaison vor. Auch am Gipfel meines Hausberges scheint alles für eine sonnige Musestunde bereitzustehen. Gleich zwei komfortable Parkbankerln werden mir heute angeboten. Was fehlt, ist ein Achterl vom Feinsten. Was jedoch bleibt, ist die stille Sehnsucht nach einer tief verschneiten Winterlandschaft.

 

Montag, 13. Jänner 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

2. STAFFEL – BILD 13 (25)

EIN KRÖNENDER ABSCHLUSS.

Welch Schaugenuss und was für ein Fernblick! Das fünfundzwanzigste wien13.-Bild ist der krönende Abschluss von Teil II einer Langzeitstudie, die für mich längst zu einem Genussprojekt geworden ist. Gezählte fünf Sonnentage, bei strahlend blauen Himmel, jede Menge AkteurInnen und viele emotionale Momente konnten auch diesmal über die Jahreszeiten hindurch festgehalten und in zwölf Bildern dokumentiert werden. Einziger Wermutstropfen ist das fehlende Sommerbild. Aber wie heißt es so trefflich: Hab keine Angst vor einer perfekten Fotoserie – du wirst sie ohnehin nie erreichen. Somit steigt die Vorfreude auf kommende Attraktionen…

 

Donnerstag, 13. Februar 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

BILDER DER 3. STAFFEL – 2014/2015

3. STAFFEL – BILD 01 (26)

EIN PERFEKTER EINSTAND.

Die 3. Staffel meiner fotografischen Gratwanderung startet bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen an der 20 Grad Marke. Apropos Marke: Meine vor drei Jahren in den Boden gerammte Markierungsmarke ist längst überwachsen und somit nicht mehr auffindbar. Der Bildausschnitt wird somit intuitiv festgelegt. Eine kleine Abweichung vom strengen Regelwerk meiner Langzeitstudie. Und da ich heute auch meine Stativ daheim gelassen habe, wird das Projekt mehr und mehr von unnötigem Ballast befreit. Was bleibt ist der exakte Zeitpunkt der Aufnahme. Und diese lässt uns im astronomischen Spätwinter gar von sommerlichen Gefilden träumen…

 

Donnerstag, 13. März 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 02 (27)

ALLEIN IM RERGEN (ODER DOCH NICHT?)

Wenn ein Projekttag auf einen Sonntag fällt, ist die Vorfreude auf ein „belebtes“ Bild dementsprechend groß. Das zeigen auch die bisherigen drei Sonntagsstudien meines Projektzyklus vom Roten Berg. Doch heute scheint alles anderes zu sein. Ob das mit dem gerade einsetzenden Regen, der österlichen Palmweihe oder dem Vienna City Marathon zu tun hat, sei dahingestellt. Aber eigenartig ist es schon, wenn man einen von Hund, Mensch und Kids völlig vereinsamten Ort vorfindet. Wäre da nicht jene, eindeutig menschliche Gestalt, die sich, nach beschwerlichen Gipfelsturm, just um 13 Uhr in meinen Fokus müht…

 

Sonntag, 13. April 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 03 (28)

MEHR WEITSICHT.

Um das Erleben und Begreifen der Natur zu ermöglichen braucht es vor allem Geduld und viel Zeit. Sich mit all seinen Sinnen auf das Hier und Jetzt einzulassen, bedarf aber auch einer besonderen Leidenschaft zur inneren Einkehr. Und zu einer uneingeschränkten Neugierde für diesen besonderen Moment. Heute, an meinem achtundzwanzigsten Projekttag, wird mir bewusst, welch großes Geschenk ich mir selbst gemacht habe. So ist es dann auch nicht (ganz) so wichtig, was um 13 Uhr am Roten Berg passiert. Vielmehr genieße ich meine kurze Auszeit vom hektischen Alltag. Blicke in die Ferne und komme zu dem Schluß: Je mehr Weitsicht wir haben, desto genauer erkennen wir die Tragweite unserer Entscheidungen.

 

Dienstag, 13. Mai 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 04 (29)

UNBERÜHRTES LAND.

Ein blauer, mit Wolken gemischter Himmel legt eine friedvolle Stimmung über die Stadt und himmlische Schatten reisen über weite Flächen von (nahezu) unberührten Land. Ein visionärer Gedanke macht sich in mir breit, dem Raum und Zeit gegeben werden muss. Und so setzte ich mich, nach getaner fotografischer Arbeit, auf die Bank und hänge meinem halluzinatorischen Tagtraum vom unberührten Land weiter nach. Manchmal sind es gerade diese flüchtigen Momente der inneren und äußeren Verbundenheit, die in der Erinnerung lebendig bleiben.

 

Freitag, 13. Juni 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 05 (30)

IM AUFTRAG DES HERRN.

Mit dem wohl spektakulärsten Wien.13-Bild seit Projektbeginn vor nunmehr 30 Monaten, verabschiede ich mich in die wohl verdiente Sommerpause. Die Freude über das heutige Ergebnis ist dementspechend groß, nicht nur das Zusammenspiel von Licht und Farbe gefällt, auch die Anordnung und Gestik der abgelichteteten Akteure gibt der Szenerie eine besondere, atmosphärische Dichte. Dass ich von der erlesenen Junggesellenrunde gar nicht wahrgenommen wurde, verleiht dem sonntäglichen Kammerspiel noch eine zusätzliche Dimension. Und so werde ich ungewollt zum Voyeur eines rätselhaften Mormonentreffens hoch über den Dächern von Wien.

 

Sonntag, 13. Juli 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 06 (31)

„O CAPTAIN! MY CAPTAIN!“

Robin Williams hat der Welt viele großartige Filmmomente hinterlassen. Einer davon: der Monolog auf einer Parkbank in „Good Will Hunting“, der mit den Worten endet: „Your move chief“, übersetzt etwa: „Du bist dran, Junge“. Und so steh auch ich, an meinem 31. Projekttag, unweit „meiner“ Parkbank und deklamiere im Stillen meinen Nachruf an den großen Robin Williams: „Oh ich, oh Leben! auf alle dies wiederkehrenden Fragen. Auf diesen unendlichen Zug der Ungläubigen, auf die Städte, die voller Narren sind. Was habe ich darauf für eine Antwort – oh ich, oh Leben? Dies aber ist die Antwort: Du bist hier, damit das Leben blüht und die Persönlichkeit. Damit das mächtige Spiel weitergeht und du deinen Vers dazu beitragen kannst.“ (John Keating alias Robin Willimas rezitiert einen Vers von Walt Whitman in „Der Club der toten Dichter“)

 

Mittwoch, 13. August 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 07 – MISSING

Samstag, 13. September 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 08 (32)

IM GRÜNEN BEREICH.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Auch in der dritten Staffel von Wien.13 fehlt zumindest ein Bild. Ein Stück vom Jahreszyklus, ein Stück vom Ganzen. Aber auch diesmal wird an der Fortführung der Langzeitstudie festgehalten. Und das mit ruhigem Gewissen. Denn gerade durch die Unvollständigleit der Bildabfolge ergibt sich für mich ein neuer künstlerischer Ansatz. Ein neues darmaturgisches Ausdrucksmittel, dass mit dem „Reiz des fehlendes Bildes im Jahresablauf“ kokettiert. Soviel dazu. Was bleibt und was ist, wird dominiert von einem satten Spätsommer-Grün, während das ferne Stadtpanorama langsam im Nebel versinkt.

 

Montag, 13. Oktober 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 09 (33)

WILLKOMMEN, NOVEMBER.

Vorfreude erwacht, kindliches Staunen, das mit großen Augen auf die Lichter schaut, die nach und nach die Fenster der Vorstadt erleuchten. Schon erahne ich die ersten Schneekristalle, die auf meiner Nasenspitze schmelzen und mit der Zunge fahre ich über die Lippen, um den Winter zu schmecken. Noch aber, ist es nicht soweit. Noch zeigt sich die Welt im überraschend farbenfrohen Novemberkleid. Willkommen, November, ich mag dich und deine Eigenheiten. Dein Geruch ist ausgeprägt in meiner Erinnerung: Wie liebe ich den Duft des Laubes. Das Rascheln unter meinen Füßen singt mir ein Lied und ganz leise klingen schon die Glocken des Advents mit.

 

Donnerstag, 13. November 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 10 (34)

MELE KALIKIMAKA!.

Keine Angst. Soweit ist es noch nicht, dass wir uns auf hawaiianische Temperaturen zur Weihnachtszeit einstellen müssen. Auch Waldviertler Weihnachtsbäume sind uns in diesen Zeiten wohl lieber als Palmen und anderes exotisches Gewächs. Doch wenn wir uns das heutige Bild näher betrachten, würde man sich nicht wundern, warum die beiden Protagonisten Winterkleidung an einem Spätsommertag tragen? Natürlich unter der Annahme, der/die BetrachterIn wüsste das heutige Aufnahmedatum nicht. So bleibt uns auch dieses Jahr die leise Hoffnung, dass Väterlein Frost und Frau Holle uns doch noch nicht ganz vergessen haben, oder man blättert einfach zurück ins Jahr 2012 und träumt ein wenig von der weißen Pracht am Roten Berg…

 

Samstag, 13. Dezember 2014, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 11 (35)

WOHLIG WARM IN KALTEN ZEITEN.

Nichts ist so wie es scheint. Weder der Gesang der Vögel, der mich beim heutigen Gipfelsturm begleitet, noch die extrem warmen Temperaturen können mich täuschen. Es ist Anfang Jänner. Tiefer Winter also und klirrend kalt. Und dennoch: das heutige, mittlerweile fünfunddreißigste Bild meines Wien.13-Zyklus, zeigt eindeutig das Gegenteil. Das Trugbild einer verkehrten Welt überbrückt so den alltäglichen Überdruss am Gewöhnlichen, Gewohnten, Normalen und Geregelten. Die Unlust am „grauen Alltag“ wird durch eine bunte Verkleidung übertüncht. Alles eine Frage der Perspektive. Und die kann sich ändern. Das ist nicht erschreckend. Das ist normal.

 

Dienstag, 13. Jänner 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 12 (36)

IM MOMENT DES AUGENBLICKS.

Ganze vierundzwanzig Projekttage mussten ins Land ziehen – also unvorstellbare zwei lange Jahre – um meinen Lieblingsplatz wieder im winterlichen Kleid vorzufinden. Stundenlang könnte ich heute am Gipfel des Roten Berges verweilen um diese Pracht und Fernsicht aufzusaugen. Aber ich bin nicht alleine. Ein geheimnisvoller Fremder, lehnt entspannt an seinem Spazierstock und erfreut sich sichtlich am herrlich ausgeleuchteten Stadtpanorama. Was ihm wohl durch den Sinn geht? Ich verharre still im Hintergrund und bleibe so außerhalb seiner Wahrnehmung. Sein Sein und mein Jetzt sind voneinander getrennt. Und dennoch verbindet uns der Moment eines besonderen Augenblicks…

 

Freitag, 13. Februar 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

3. STAFFEL – BILD 13 (37)

THE FINAL CUT.

Es ist immer wieder ein spannender und erhebender Moment, wenn eine Langzeitstudie um eine weiteres Teilstück bereichert werden kann. Auch heuer erzählen die zwölf Momentaufnahmen von wien.13 ihre ganz eigenen, teils intimen Geschichten. Auffallend ist der hohe „Grünanteil“ im Jahresverlauf. Ein Indiz für die Klimaumstellung? Oder einfach nur Zufall? Ich widme dieses Bild – den final cut – all jenen Menschen, die an dieses Projekt glauben und mich mit ihrem Feedback ermutigen, an der Langzeitstudie weiter festzuhalten. Die Vorzeichen für eine 4. Staffel stehen somit gut.

 

Freitag, 13. März 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

BILDER DER 4. STAFFEL – 2015/2016

4. STAFFEL – BILD 01 (38)

KEIN SCHÖNER LAND.

Willkommen, Frühling. Du Wonne der Natur. Ich kann mich gar nicht satt sehen an deinen schönen Farben, dem satten Grün deiner Wiesen, dem seidenweichen Glanz deiner lichterfüllten Tage. In meinem Schweigen lausche ich deiner Stimme. Du sprichst vom großen Glück, vom ewigen Kreislauf und vom Innehalten im Hier und Jetzt. „Von oben strahlt das Licht, von innen quillt der Segen. Aus tausend Knospen bricht, ein neuer Frühlingsregen. Wohlauf, mein Geist, erglüh‘! Auch Du zu neuem Triebe. Frisch auf, o Seel‘, erblüh‘! Auch Du in neuer Liebe! Schau‘ mild auf das zurück, was Dir ist hingestorben. Du lebst! In Dir Dein Glück! Und leicht ist es erworben.“

 

Montag, 13. April 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 02 (39)

MEHR ZEIT FÜR SICH SELBST.

Zeit ist ein flüchtiger Gefährte. Eigentlich ist sie immer da, jeden Tag, 24 Stunden lang. Doch will man sich ihr mit Muße widmen, ist sie schon wieder verschwunden. Es ist einfach immer etwas zu tun. Was so knapp bemessen ist, wird kostbar. Kein Wunder, dass nun auch unsere freie Zeit zu einer besonderen Herausforderung wird: Sollte sich nicht jede Minute freie Zeit besonders lohnen? Vielleicht sollte man sich öfter dafür entscheiden, nicht das ganze Leben zu verplanen, sondern einfach einmal nichts zu tun. Und schauen, ob die Zeit dann bleibt. Müßiggang muss man sich leisten können. Man muss sich seine „Auszeit“ aber auch ohne schlechtes Gewissen gönnen. Und das tut verdammt gut.

 

Mittwoch, 13. Mai 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 03 (40)

GANZ IM TROCKENEN.

Wenn man sich die Juni-Bilder der vergangenen Jahre genauer ansieht, dann fällt vor allem eines auf: es gab zumindest immer eine Sitzgelegenheit, um am Gipfel des Roten Berges innezuhalten und – quasi erste Reihe Fußfrei – Fern-zu-sehen. Nun, das hat sich in den letzten Wochen abrupt geändert, denn von meiner so geliebten Bank, ist weit und breit nichts zu sehen. Somit sind auch die Aussichten, Vier- beziehungsweise Zweibeiner um Punkt 13 Uhr in meinen Aktionsradius zu bekommen, um einiges gesunken. Im Fokus steht einmal mehr das atmberaubende Stadtpanorama und der Wandel der Natur im Jahresverlauf.

 

Samstag, 13. Juni 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 04 (41)

EINE SCHÖNE BESCHERUNG.

Keine Angst, noch weihnachtet es nicht. Aber dennoch fühle ich mich heute, an meinem 41. Projekttag, reich beschenkt. Nicht nur, dass sich endlich wieder jemand in meinen Aktionsradius wagt – diesmal sogar mit Hund – nein, auch die Sitzbank hat ihren angestammten Platz wiedergefunden. Der fotografische Beweis ist somit gelungen. Das Bild zeigt aber auch deutlich, dass Mensch und Natur nach Regen dürstet. Die Wolken am Horizont sind da nur ein schwacher Trost.

 

Montag, 13. Juli 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 05 (42)

EINE SCHÖNE BESCHERUNG.

Keine Angst, noch weihnachtet es nicht. Aber dennoch fühle ich mich heute, an meinem 41. Projekttag, reich beschenkt. Nicht nur, dass sich endlich wieder jemand in meinen Aktionsradius wagt – diesmal sogar mit Hund – nein, auch die Sitzbank hat ihren angestammten Platz wiedergefunden. Der fotografische Beweis ist somit gelungen. Das Bild zeigt aber auch deutlich, dass Mensch und Natur nach Regen dürstet. Die Wolken am Horizont sind da nur ein schwacher Trost.

 

Montag, 13. Juli 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 06 – MISSING

Sonntag, 13. September 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 07 (43)

ES KANN NICHT IMMER SOMMER SEIN.

Auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende. Ganze vier Monate hat sich sein dunkelblauer Sonnenhimmel über unser Land gelegt, der bis tief in den September hineinreichte. Jetzt, wo ich das Projekt – nach einem Monat „Auszeit“ – wieder aufgenommen habe, zeigt sich der Rote Berg in seinem herbstlichen Gewand. Saftige Wiesen, verfärbtes Laub und Hochnebel lassen erahnen, dass sich die Natur langsam aber sicher umstellt. Auch meine Gedanken werden stiller und zugleich tiefer. So will ich den Herbst ruhig zu mir kommen lassen.

 

Dienstag, 13. Oktober 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 08 (44)

WIEDERSEHEN MACHT FREUDE.

Das kann doch kein Zufall sein. Genau in dem Augenblick, als die Glocken der Ober Sankt Veiter Pfarrkirche mein Projektsignal einläuten, kommt es zu einer überraschenden Begegnung mit jenem Bekannten, der bereits im April dieses Jahres am Roten Berg unterwegs war. Sogar die Jacke ist die gleiche. Das spricht auch dafür, das die lauen November-Temperaturen jenen des heurigen, sehr milden Frühlings entsprechen. Auch der Hund des alten Herrn ist mit von der Partie, wenn auch nicht im Bild. Er ist mein vierbeiniger Liebling und Rekordhalter von Wien.13 und wurde bereits im November 2012 abgelichtet.

 

Freitag, 13. November 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 09 (45)

ALLE JAHRE WIEDER.

Auch wenn im fernen Paris das zukünftige Weltklima zum Wohle Aller neu definiert wurde, wird das heurige Jahr als das wärmste der heimischen Messgeschichte eingehen. Und wir sprechen da vom Jahr 1768. Heuer lagen die Temperaturen um prognostizierte 1,8 Grad über dem vieljährigen Durchschnittswert. Da ist der Dezember noch nicht einmal eingerechnet. Auch meine heutigen drei ProtagonstInnen dürften sich über den ausbleibenden Winter wundern und blicken bei gefühlten 15 Grad Plus dem Horizont entgegen, der alles andere als Abkühlung verspricht. Was bleibt ist eine stille Vorfreude auf das Fest der Feste. Mit sentimentalen Erinnerungen an Väterchen Frost und Frau Holle…

 

Sonntag, 13. Dezember 2015, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 10 (46)

ZUHAUSE IST JEDER HUND EIN LÖWE.

Laut aktueller Statistik gibt es in Wien knapp 56.000 Hunde. Das ist für eine Stadt mit nahezu 1,8 Millionen EinwohnerInnen zwar ein bescheidener Anteil (in nur sieben Prozent aller Haushalte wird ein Vierbeiner gehalten), die Dunkelziffer von nicht registrierten Hunden dürfte aber astronomisch hoch sein. Wie dem auch sei, der Rote Berg ist mit Sicherheit DER HOTSPOT für aktive Zwei- und deren Vierbeiner. Und so musste ich heute meine Schritte auf den Gipfel mit Bedacht setzen, da es von herumlaufenden Hunden nur so wimmelte. Und nicht alle waren so possierlich, wie jener Sennenhund, der um exakt 13 Uhr überraschend vor meiner Linse auftauchte…

 

Mittwoch, 13. Jänner 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

4. STAFFEL – BILD 11 (47)

AN TAGEN WIE DIESEN …

wird mir wieder einmal bewusst, in welch wunderschönen und lebenswerten Stadt ich leben darf. Eigentlich sind es mit Klagenfurt ja zwei Städte, für die mein Herz schlägt. Und natürlich Venedig. Aber das ist eine andere Geschichte. An meinem siebenundvierzigsten Projekttag herrscht prachtvoller Sonnenschein. Und da dieser herrliche Februartag an einem Samstag fällt, sind dementsprechend vielen Menschen, Kinder und Hunde am Roten Berg unterwegs. Und als in der Ferne die Turmuhr zu Ober-St.-Veit das Auslösesignal einläutet, wuselt es nur so vor meiner in Stellung gebrachten Linse. Das heutige Ergbnis: Eine gar nicht geplante Postkartenidylle, mit einem wohlbekannten Protagonisten als zweiten Nebendarsteller.

 

Samstag, 13. Februar 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 12 – MISSING

Sonntag, 13. März 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

4. STAFFEL – BILD 13 (48)

GUT DING BRAUCHT WEILE.

Das Wort „Zeit“ ist wahrscheinlich eines der meistgebrauchten Worte unseres Lebens, wir leben mit und in der Zeit und haben dennoch keine wirkliche Vorstellung von ihr. Für mich als Fotografen bedeutet „Zeit haben“ mitunter Stress. Schließlich will ein Auftrag, unter bestimmten Kriterien, in kürzester Zeit und zur Zufriedenheit aller, erfüllt werden. Eine besondere Herausforderung im Bezug auf „sich dafür Zeit nehmen“. Bei diesem Projekt verhält es sich aber anders. Anders im Sinne von: Was gut werden soll, braucht seine Zeit. Zeit ist bei Wien.13 ein wichtiges dramaturgisches Element. Um Punkt 13 Uhr erfolgt die Aufzeichnung des Moments. Keine Sekunde vorher. Keine Sekunde später. Das ist eben der besondere Reiz – der „Kick“ – an dieser Langzeitstudie. Ob es mit einer 5. Staffel weitergeht hängt – wie könnte es anders sein – von meiner „Eigenzeit“ ab. Und da bin ich grundsätzlich zuversichtlich…

 

Mittwoch, 13. April 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

BILDER DER 5. STAFFEL – 2016/2017

5. STAFFEL – BILD 01 (49)

EIN AUGEBLICK GLÜCK.

Zum heutigen Beginn der 5. Staffel meiner – auf dreizehn Jahre anberaumten – Langzeitstudie, präsentiert sich der Rote Berg von seiner schönsten Seite. Saftige Wiesen und blühende Flora soweit das Auge reicht. Die Stille ist beeindruckend, die Luft erfrischend. Alles scheint, wie es immer ist. Und doch kommt es mir vor, als wäre dies nicht immer so. Als wäre die Natur heute nicht immer so still und zürückhaltend wie in diesem Augenblick. Ich blicke mich um. Weit und breit keine Menschenseele. Ich schließe die Augen und lasse mich von meinen Gedanken beflügeln. Ein intimer Moment von Glück stellt sich ein…

 

Freitag, 13. Mai 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 02 – MISSING

Montag, 13. Juni 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 03 (50)

ZWISCHEN DEN FRONTEN.

Was für ein Timing. Gerade als ich mich auf dem Weg zum Gipfel meines Hausberges machte, verzogen sich die schweren Regenwolken und die Sonne kam nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zum Vorschein. Das heutige Panorama entstand somit in einem kurzen Sonnenfenster, denn nur wenige Minuten nach der Aufnahme wurde es schon wieder richtig ungemütlich. Aber der kurze, sonnendurchflutete Augenblick stimmt mich optimistisch, dass der Hochsommer schon bald wieder ins Land ziehen wird. Allen pessimistischen Wetterfröschen zum Trotz…

 

Mittwoch, 13. Juli 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 04 (51)

DAS GESETZ DER SERIE.

Auch am dritten Projekttag in Folge präsentiert sich der Rote Berg von seiner stillen und wild-romantischen Seite. Wie schon in den Vormonaten lässt sich zur Stunde X keine Menschenseele blicken, geschweige denn Kinder, die man an einem Samstag im August am nahen Spielplatz hätte vermuten können. Alles nur Zufall oder doch das Prinzip einer sich anbahnenden Serialität innerhalb meines Projekts? Dann gab es doch noch eine kleine Überraschung. Aus einer Seitenfront lief mir plötzlich ein kleiner Hund vor die Füße, der es offenbar ziemlich eilig hatte. Zu eilig, um ihn auch als Beweis im Bild festzuhalten.

 

Samstag, 13. August 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 05 (52)

ERRARE HUMANUM EST.

Fünf lange Jahre mussten ins Land ziehen, um eine nicht ganz unbdeutende Randerscheinung meines Projekts etwas näher zu betrachten. Denn genau genommen befindet sich mein Standort – rein topografisch gesehen – nicht am Roten Berg, sondern am 400 Meter nordöstlich gelegenen Girzenberg. Das ergab eine exakte Positionsbestimmung nach dem World Geodetic System, ausgedrückt durch die Koordinatenfolge 48° 11´ 2″ Nord, 16° 16´ 7″ Ost. Was wiederum bedeutet, dass mein Projekt eigentlich einem fatalen Irrtum unterliegt. Mir kanns jedoch recht sein. Schließlich ist dieses Projekt nun um eine charmante Facette reicher und es ändert auch nichts an meinem Vorhaben, weiterhin vom falschen Standort aus richtig schöne Bilder zu machen.

 

Dienstag, 13. September 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 06 (53)

GROSS IST DAS LEBEN.

Es gibt sie, diese Momente, in denen wir uns dem Himmel ganz nah fühlen. Solch glückselige Augenblicke kennen kein Warum. Sie entstehen aus einem besonderen Moment heraus, aus einer flüchtigen Eingebung mitunter, die einem in der Seele tief berührt und uns eine Ahnung von Himmel verleiht. In solchen Momenten ist Himmel nicht unerreichbar; in solchen Momenten ist Himmel ganz nah. Fur Friedrich Nietzsche ist das Himmelreich „ein Zustand des Herzens (…) Nichts, was ,über der Erde` ist“. Himmel ist demnach nichts Abgehobenes. Manchmal ist Himmel mitten im Alltäglichen und manchmal das pure Leben selbst! „Groß ist das Leben, wahr und sinnbildlich – allüberall und für jedermann.“

 

Donnerstag, 13. Oktober 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 07 (54)

WER ZU WEM GEHÖRT.

Mit dem wohl schönsten November-Bild meiner Langzeitstudie endet eine Serie von Aufnahmen, die den Roten Berg ebenso menschen- wie tierleer zeigt. Manchmal zahlt es sich eben aus, Geduld zu haben. Denn die heutige Momentaufnahme überrascht mit zwei ProtagonistInnen: einem Fotografen, der sich für das herrlich ausgeleuchtete Stadtpanorama zu interessieren scheint und einer jungen Frau, die auf Ihn zugeht. Man könnte meinen, dass sich die beiden kennen. Vielleicht sogar ein Paar sind. Das würde das Bild suggerieren. Aber es ist dann doch ganz anders. Sekunden später laufen mir zwei Kindern und ein Hund vor die Kamera und sorgen für klare (Familien-)Verhältnisse.

 

Sonntag, 13. November 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 08 (55)

WAS ICH MIR WÜNSCHE.

Ich wünsche mir, dass Anas al-Bascha wiederkehrt und allen Kindern dieser Welt sein Lächeln schenkt. Ich wünsche mir, dass alle – in diesem furchtbaren Krieg – getöteten Kinder wiederkehren, um als Friedensstifter und Lichtbringer die Welt zu einem besseren Ort machen. Anas al-Basha legte keinen Wert auf Selbstdarstellung, hatte kein Facebook-Profil, in dem er seine Besuche bei den Kindern dokumentierte. Nur wenige Youtube-Videos existieren von ihm als Clown in den Trümmern. Der Clown von Aleppo ist tot. Er kam bei einem Luftangriff ums Leben. Doch in unseren Herzen und in unseren Kindern wird er weiterleben! Das ist alles, was ich mir wünsche. Und ich glaube fest daran…

 

Dienstag, 13. Dezember 2016, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

5. STAFFEL – BILD 09 (56)

MIT SLAPSTICK AUF DER KRIECHSPUR.

Fast wäre ich heute an meinem sechsundfünfzigsten WIEN.13-Einstatz zu spät gekommen. Das liegt aber nicht an mangelnder Disziplin oder eines schlechten Zeitmanagements, sondern an einem durchaus seltenen Wetterphänomen namens „Blitzeis“. Nur gut, dass mich beim „Aufstieg“ keiner gesehen hat. Denn die mühsame Art der Fortbewegung durch teilweise gefrorenen Schnee führte zu ungewollten, slapstickartigen Gleichgewichtsverlagerungen mit anschließenden, teilweise ausufernden Rutschpartien. Endlich „oben angekommen“ traute ich zuerst meinen Augen nicht. Völlig unerwartet traf ich auf menschliche Existenz. Doch die illustre Damenrunde ließ sich weder von meiner Erscheinung noch von meinem Vorhaben irritieren und so wurde mein beschwerlicher Aufstieg mit einem sehenswerten Gipfelfoto belohnt.

 

Freitag, 13. Jänner 2017, Roter Berg, 13. Bezirk, 13 Uhr

 

 

 

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